Was gibt’s Neues – rund um unsere Burg?

Die Architektin der GSG Kerstin Hohmann und GSG-Mitarbeiter Peter Rütten auf einer neu installierten Bank im Burgpark.

Auf Bitten der SPD-Ratsfraktion wurde am 01. Juli 2008 die Bewirtschaftung der Burg der städtischen Gesellschaft GSG GmbH übertragen. Seitdem hat Vieles zum Besseren geändert. Zum Beispiel die intensivere Pflege des Außengeländes durch den GSG-Hausmeister Peter Rütten. Zehn neue Bänke laden zum Platznehmen und Verweilen im Park ein. Rund 30 neue Papierkörbe nehmen die nicht gerade geringen Abfallmengen der Besucher auf.

Für die zahlreichen sehr alten Bäume, Buchen und Kastanien, die wegen Pilzerkrankungen gefällt werden mussten, gab es Ersatzpflanzungen. Schön, dass nicht alle neuen Bäume bzw. Sträucher aus dem Steuersäckel bezahlt werden mussten; die Gartenbaufirma Knops war sehr spendabel und stiftete das eine oder andere Gewächs.

Um eine weitere Voraussetzung für noch mehr Sauberkeit auf den gepflegten Grünflächen zu schaffen, wurden an fünf Stellen – für alle eigentlich gut sichtbar – sogenannte Hundekotsammeltütenstationen installiert. Nach anfänglich guter Erfahrung, stellt der Hausmeister jetzt leider wieder öfter fest, dass einige Hundehalter nicht immer die kostenlosen Plastiktüten zur Entsorgung der Tretminen nutzen. Eigentlich schade, wenn uneinsichtige „Hundefreunde“ auf unsere Kinder, die gerne auf den Rasenflächen spielen, so wenig Rücksicht nehmen.

Neues Spielgerät auf dem Spielplatz im Burgpark.

Auf dem Spielplatz hat sich auch einiges getan. So wurden die vorhandenen Geräte runderneuert, zudem werden sie regelmäßige gewartet. Im vergangenen Herbst wurde sogar ein neues Multifunktionsspielgerät gekauft. Dass der Wasserspielplatz auch im Sommer trocken liegt, gehört der Vergangenheit an. Die Techniker der GSG setzten ihn wieder in Funktion. „Und ab dem Wonnemonat Mai – natürlich nur, wenn die Wetterlage es zuläßt – wird er wieder mit Wasser gefüllt“, sagt Kerstin Hohmann, die für die Burg zuständige Architektin der GSG.

Zukünftig Bürgerhaus: die Remise.

Aus der Remise soll ein Bürgerhaus werden. Dieser langgehegte Wunsch vieler  Bürgerinnen und Bürger und von Vereinsvertretern aus Alsdorf-Mitte erfüllt sich jetzt. Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II werden 1,15 Millionen Euro für diesen Zweck und für die Sanierung der Burg bereitgestellt. Zwei unterschiedlich große „Gesellschaftsräume“ werden in der Remise entstehen, in denen Feste (und auch feste) gefeiert oder auch Versammlungen abgehalten werden können. Die Betreuung wird in die bewährten Hände der Arbeiterwohlfahrt gelegt, die die Koordination sowie die Bewirtung vornehmen wird.

Bevor mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden konnte, musste erst einmal Platz gemacht werden: Bereits im Oktober des vergangenen Jahres zog die Volkshochschule (VHS) in die ehemalige Grundschule am Übacher Weg um. Somit stand der Großteil der Burg leer. Die Schützen beziehen – sollte sich nicht etwas noch Besseres finden – einen großen Kellerraum im Westtrakt des Hauptgebäudes. Was in jedem Fall eine Verbesserung zum bisherigen Standort bedeutet. In der umgebauten Remise hat der Hausmeister künftig keinen Platz mehr. Sein neues Quartier sind ein Büro- und zwei Seecontainer, die in Nähe der Burgstraße positioniert wurden.

Im Auftrag von EWV  zieht eine Tiefbaufirma Gräben, um Gas- und Stroman-schlüsse zu verlegen. Die vorhandene Ölheizung ist ziemlich in die Jahre gekommen und wäre nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Ebenso entsprechen die Stromleitungen nicht mehr dem aktuellen technischen Stand. Und bei der Gelegenheit werden – für größere Veranstaltungen – zusätzliche „Stromkästen“ eingerichtet, damit Kabel nicht mehr die Wege kreuzen müssen und Besucher der Veranstaltungen behindern. Und „weil der Boden einmal ausgehoben“ ist, kann der „Trümmerbruch-Kanal“ gleich mit ausgetauscht werden.

Die VHS hat die Burg bereits verlassen; die Arbeiterwohlfahrt wechselt in die Remise. Ja, was wird sich denn ab dem kommenden Jahr im Hauptgebäude „abspielen“? Die GSG Grund- und Stadtentwicklungs GmbH, die „neue Tochter“ der Stadt, „wohnt zur Miete“ vorübergehend im Erdgeschoß des sogenannten Kalker Hauses. Geschäftsführer Günter Jansen und Belegschaft werden ihren Sitz voraussichtlich schon Ende des laufenden, spätestens jedoch Anfang des kommenden Jahres in der Burg nehmen und den Großteil der Zimmer nutzen.

Das Standesamt bekommt mehr Räumlichkeiten in der Burg.

Ebenso wird das komplette Standesamt aus dem Rathaus in die Burg übersiedeln. Hochzeiten finden dann nicht, wie bisher üblich, nur „bei besonderen Anlässen“ in der Burg statt, sondern ständig dort, in diesem wunderschönen Ambiente. Die Räumlichkeit, die jetzt die AWO nutzt, wird zu einem großen Trauzimmer hergerichtet. Und das heutige Trauzimmer wird zum Vor- oder Warteraum umfunktioniert. Und nicht zu vergessen: Geschichts- und. Burgverein werden ebenfalls in dem alten Gemäuer ein Domizil finden. Keine Änderung gibt es für die Prinzengarde, die im Keller des Hauptgebäudes zu Hause bleibt.

Wenn man das alles so liest, könnte man meinen, es bleibt nichts, wie es ist. Nicht ganz richtig. Schließlich bleibt das Kellergewölbe unterhalb der Remise unverändert. Es kann, wie bereits im vergangenen Jahr geschehen, von Markthändlern beim Weihnachtsmarkt genutzt werden. Das ist gut angekommen.

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