Ein Stück Alt-Alsdorf ist aus dem Veedel verschwunden

In Alt-Alsdorf wurde die ehemalige Gaststätte "Zur Traube" abgerissen.

In Alt-Alsdorf wurde jetzt die ehemalige Gaststätte "Zur Traube" abgerissen.

„Wie soll dat nur wigger jon, wat bliev dann hück noch stonn? Die Hüscher und  Jasse, die Stündscher beim Klaafe, es dat vorbei?“  Ein wunderschönes Lied der kölschen Band „Bläck Fööss“ über das Veedel.

Auch aus unserem Veedel Alt-Alsdorf ist jetzt etwas verschwunden. „Die Traube“ steht nicht mehr. Lange Zeit hatte sie leergestanden. Es gab niemanden, der die Immobilie an der Ecke Grünsstraße/An der Mariensäule übernehmen wollte, um dort zum Beispiel wieder eine Gastronomie hochzuziehen. Schon im Jahr 2002 hatte der damalige   Restaurantbesitzer Pillart, den Alt-Alsdorfern besser bekannt unter dem  Namen „Bobby“,  den  Restaurantbetrieb „Zur Traube“ geschlossen.

„Bobby“ war eine Institution. Aber, am Ende trug sich die Restauration nicht mehr. Die Geschichte der „Traube“ begann vor dem 2. Weltkrieg.  Die Gaststätte wurde von der Familie Brosius eröffnet und geführt. Hier gab es nach dem Krieg einen der ersten Fernsehapparate in Alsdorf. Am Wochenende trafen sich in der Traube Jung und Alt, um Fußball live mitzuerleben. Auch am 4. Juli 1954, als im Berner Wankdorf-Stadion um 17 Uhr das Finale der Weltmeisterschaft angepfiffen wurde. Die Gäste im Hause Brosius erlebten das „Wunder von Bern“ live, als Rahn in der 84. Minute schoss. 2:3 gegen Ungarn.  Dann der Abpfiff!  Deutschland war Weltmeister!

Heinz Lehnen, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Alsdorf-Mitte: „Wir haben den jetzigen Eigentümer des Grundstücks gefragt, was denn jetzt kommt. Nach seiner Aussage steht das noch nicht fest. Wir bleiben am Ball.“

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