Auftakt für gemeinsamen Klimaschutz in StädteRegion

Gemeinsam die Klima-Kräfte bündeln: Um die Klimaschutzziele der Region zu erreichen, ziehen die StädteRegion Aachen und ihre Kommunen an einem Strang. Dies wurde bei der Auftaktkonferenz für gemeinsame Klimaschutzkonzepte der Nordkreiskommunen im Alsdorfer Energeticon deutlich.

Gemeinsam wollen die StädteRegion und ihre Kommunen mit Hilfe des Ingenieurbüros Gertec GmbH integrierte Klimaschutzmaßnahmen ausarbeiten. Diese werden vom Bundesumwelt-Ministerium gefördert. Mit konkreten Ergebnissen ist Ende 2013 zu rechnen. Die StädteRegion hat in diesem Zusammenhang ein ehrgeiziges Ziel: Sie will Modellregion für den Klimaschutz werden.  Bürgermeister Alfred Sonders sprach in Alsdorf von einem guten Tag an einem bedeutsamen Ort: „Wenn nicht hier im Energeticon – wo dann können wir uns der Sensibilität des Themas bewusst werden?“ Der städteregionale Umweltdezernent Uwe Zink ergänzte: „Alleine werden weder die StädteRegion noch die Kommunen die gesteckten Ziele von 40 Prozent weniger CO2 gegenüber 1990 in den kommenden Jahren bis 2020 erreichen. Vielmehr müssen wir das Interesse der Bürger für das Thema wecken.“ Moderiert wurde die Diskussionsrunde vom Aachener Journalisten Robert Esser.

In der Region zeigen sich bereits erste Folgen der Erwärmung. Erhöhte Temperaturen sorgen dafür, dass auch die Extremwetter zunehmen und die Region vor neue Herausforderungen stellen. So gibt es Starkniederschläge, auf die zum Beispiel Kanalsysteme nicht ausgelegt sind, Dürreperioden, die zu Ernteausfällen führen oder Hitzewellen, die vor allem der älteren Bevölkerung zu schaffen machen. An diesem Punkt setzen die Klimaschutzkonzepte an. Unter Federführung des Ingenieurbüros Gertec wird zunächst für jede Kommune eine individuelle Energie- und CO2-Bilanz erstellt. Darauf aufbauend wird jede Kommune mit ihren Bürgern Maßnahmen entwickeln, um den Energieverbrauch weiter zu senken. Dazu werden im kommenden Jahr Workshops stattfinden. „Wenn die Leute weniger Geld für Ihre Strom- und Heizrechnung bezahlen, dann ist das nur gut für die Unternehmer und Dienstleister vor Ort“, sagte Andreas Hübner von der Gertec GmbH in Alsdorf.

Bei der Veranstaltung im Nordkreis berichtete Baesweilers Bürgermeister Willi Linkens von zahlreichen Investitionen in die Gebäudesanierung, wie beispielsweise die umfangreiche Aufbesserung auf Passivhausniveau des Gymnasiums in Baesweiler. Neben der energetischen Sanierung spielt die Nutzung von Solarenergie oder Biogas an verschiedenen Turnhallen und Schwimmbädern eine besondere Rolle. Auch Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch unterstrich, dass in Herzogenrath seit Jahren der Ausbau regenerativer Energien gefördert wird, insbesondere der Ausbau der Solarenergie stehe dabei im Fokus.

Beim parallelen Auftakt der Konferenz der südlichen Städteregionskommunen Monschau, Simmerath und Roetgen wurde eines besonders deutlich: Das Potenzial erneuerbarer Energien ist hier besonders groß. „Über 70 Prozent des Gesamtstromverbrauchs der Gemeinde werden durch unsere Windkraftanlagen gedeckt“, sagte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Als Fazit der doppelten Veranstaltung im Nord- und Südkreis bleibt festzuhalten, dass die StädteRegion Aachen und ihre Kommunen die Klimaschutzziele gemeinsam anpacken und in diesem Zusammenhang erste Schritte im kommenden Jahr realisieren wollen. Damit soll langfristig das Ziel, Modellregion für den Klimaschutz zu werden, auch wirklich erreicht werden.

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