Alfred Sonders würdigte Arbeit der Ratsmitglieder

Die letzte Sitzung des Stadtrates ist immer etwas Besonderes. So war es auch in diesem Jahr wieder. Es war sogar eine feierliche Stimmung, in der aktive und ehemalige Mitglieder des Stadtrates zusammensaßen. Denn Bürgermeister Alfred Sonders (Foto) würdigte die Arbeit derjenigen, die nach der Kommunalwahl im Mai aus dem Rat ausgeschieden sind. Und er hob das ehrenamtliche Engagement derjenigen Kommunalpolitiker hervor, die seit vielen Jahren als Ratsmitglieder aktiv sind und sich für die Belange der Stadt sowie ihrer Bürgerrinnen und Bürger einsetzen. Auch der ALSDORFblog bedankt sich bei den Ratsmitgliedern aller Parteien für deren Arbeit. Und wir veröffentlichen die Rede von Bürgermeister Alfred Sonders anlässlich der Verabschiedung und Ehrung von Ratsmitgliedern in der Ratssitzung am 9. Dezember 2014.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr geehrte Stadtverordnete!

“Wenn Du schnell gehen willst, gehe alleine. Wenn Du weit gehen willst, gehe mit anderen.” Das ist eine afrikanische Weisheit, die mir im Laufe dieses Jahres als Kalenderblatt begegnet ist. Und es ist eine Weisheit, die – wie ich finde – Ihre Arbeit, die Arbeit unserer Stadtverordneten, charakterisiert. Denn wir alle haben den Auftrag, zum Wohle unserer Stadt zu handeln. Und wir tun dies im Idealfall gemeinsam und wir brauchen meist einen langen Atem, um etwas für die Bürgerinnen und Bürger zu bewegen. Denn eine Stadt zu entwickeln, für sie und ihre Einwohner die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist nicht nur eine verantwortungsvolle, sondern auch eine langwierige Aufgabe. Oft sieht man die Ergebnisse von Beschlüssen, die der Rat fasst, erst viel später. Bauprojekte beispielsweise lassen sich nicht von hier auf gleich umsetzen, vieles braucht eine lange Vorlaufzeit, um vernünftig umgesetzt zu werden. Und manches andere wiederum geht dann doch schnell. Wenn ich an der Baustelle unserer neuen Kita Florianstraße vorbeifahre, freue ich mich über den raschen Baufortschritt und über die Tatsache, dass unsere Kinder dort bald wieder spielen können.Die Kita Florianstraße ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie zügig und gut Projekte über die Bühne gehen können, wenn alle an einem Strang ziehen: Rat, Eltern, Kita-Leitungen, die Fachämter und die Baufirmen.

Von einigen Ratsmitgliedern, die während Ihrer Legislaturperiode nicht nur diese wichtige Entscheidung getroffen haben, verabschieden wir uns heute. Das sind in alphabetischer Reihenfolge: Frank Breuer, Matthias Feilen, Guido Gebauer, Hans Goerenz, Jenni Hammer, Hubert Hennes, Christina Hermanns, Brigitte Hinkelmann, Hartmut Knippschild, Norbert Koerlings, Wolfgang Luesgens, Karl-Heinz Robert, Metin Sak, Beatrix Schongen, Andreas Weber und Gerda Wienold. Manche von Ihnen haben fünf Jahre lang Verantwortung für ihre Stadt übernommen, andere wie Karl-Heinz Robert haben es 25 Jahre lang getan. Sie kommen aus verschiedenen Parteien und stehen für verschiedene politische Schwerpunkte. Aber eines haben Sie alle gemeinsam: Sie setzen sich ein, haben sich als Stadtverordnete für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt stark gemacht.

Das ist eine interessante und vielfältige Arbeit, die allerdings immer auch mit hohem Zeitaufwand und großem persönlichen Einsatz verbunden ist. Ich weiß das sehr gut. Denn Stadtverordneter zu sein, das bedeutet viel mehr als die bloße Teilnahme an Rats- und Ausschußsitzungen samt den dazugehörigen Vorbereitungen und vielem mehr. Es bedeutet, dass man im Dienste unserer Bürgerinnen und Bürger steht. Es bedeutet, dass man sich ihrer Sorgen und Anliegen annimmt, dass man ihnen zuhört, dass man sie und ihre Probleme ernst nimmt. Und dass man versucht, in ihrem Sinne zu entscheiden. Und wir haben in den vergangenen Jahren auch so manche schwierige Entscheidung fällen müsse. Dafür gilt Ihnen unser Dank, den ich Ihnen im Namen aller Bürgerinnen und Bürger aussprechen darf und dem ich mich auch persönlich sehr gern anschließe. Das Gemeinwesen braucht Menschen wie Sie, die sich für Andere einsetzen. Das ist vorbildlich. Sie alle haben sich etwas mehr Ruhe und Zeit verdient. Nutzen Sie sie.

Jetzt kommen wir zu den „Wiederholungstätern“, zu denen, die sich und Ihre Arbeit wiederholt und über mehrere Legislaturperioden in den Dienst der Bürgerinnen und Bürger gestellt haben. Und die die Bürgerinnen und Bürger auch wiederholt überzeugen konnten. Franz Brandt, Norbert Koerlings, Heinrich Liska und Wolfgang Luesgens haben die Bürgerinnen und Bürger wiederholt das Vertrauen ausgesprochen. Sie alle sind 15 Jahre als Stadtverordnete im Einsatz gewesen, einige sind weiterhin dabei, Herr Koerlings und Herr Luesgens scheiden nun aus. Dauerhaft überzeugen kann man die Bürgerinnen und Bürger vor allem mit einem: Kontinuierliche Sacharbeit für die Interessen unserer Stadt. Das ist ein hoher Maßstab, dem man jeden Tag aufs Neue genügen muss.

20 lange Jahre arbeiten Heinrich Plum und Ulrike Wagner als Stadtverordnete für Alsdorf. Sie beide sind Persönlichkeiten, die sich in Ihrem Tätigkeitsfeld mit ganzer Kraft einbringen. Heinrich Plum ist 1. stellvertretender Bürgermeister unserer Stadt und damit ganz nah dran an unseren Bürgerinnen und Bürgern. Eine Stellung, die Du, lieber Heinrich, auch nutzt: Wenn Du von Problemen oder Sorgen hörst, kümmerst Du Dich darum – und zwar sehr gründlich, wie ich aus eigener Anschauung sagen kann. Das hast Du seinerzeit als 2. stellvertretender Bürgermeister (von 2004 bis 2009) schon genauso gemacht. Und genau so soll es auch sein. Wer zehn Jahre mit so großem Zeit- und Arbeitsaufwand an der Front steht, nimmt die Bürgerinnen und Bürger und seine Aufgabe ernst. Tätigkeitsfelder hast Du viele, erwähnen möchte ich noch Deine Arbeit als Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, der Du viel Zeit widmest.

Ulrike Wagner ist ebenfalls eine vielseitig orientierte Politikerin. Du bist auch stellvertretende Fraktionsvorsitzende und hast ein Themenfeld, das Dir ganz besonders am Herzen liegt: die Arbeit im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur. Seit 1996 bist Du Mitglied in diesem Ausschuss, seit 1999 bekleidest Du das Amt der Ausschuss-Vorsitzenden.  Und das mit ganzem Herzen, großem Einsatz und ausgeprägter Fachkundigkeit als ausgebildete Pädagogin, wie wir alle wissen.

Friedhelm Krämer und Karl-Heinz Robert sind ebenfalls zwei Urgesteine in der Alsdorfer Politik. Vor fünf Jahren habe ich gesagt, dass beide auf dem Sportplatz ebenso zu Hause sind wie auf dem politischen Parkett. Heute, fünf Jahre später, kann ich zum 25jährigen Ratsjubiläum eigentlich nur Wiederholungen vorbringen. Ihr beide steht für eine ausgewogene und sachliche Arbeit. Und Ihr seid beide zutiefst mit der Alsdorfer SPD verbunden. Sozialdemokratische Politik für die Alsdorferinnen und Alsdorfer zu machen, ist Euch eine Herzensangelegenheit. Gleiches gilt bei Karl-Heinz Robert auch für seine Arbeit im Jugendbereich.

Der Dinosaurier unter den heute zu ehrenden Ratsmitgliedern ist Horst-Dieter Heidenreich. Mit 30 Jahren Mitgliedschaft im Stadtrat hast Du die Dich am längsten eingebracht – und dabei nichts von Deiner Einsatzbereitschaft und Deinem Elan verloren. Du bist Vorsitzender Deiner Fraktion und mit Leib und Seele Politiker in Deiner Stadt. Wenn Du ein Ziel vor Augen hast, treibst Du es hartnäckig voran. Beharrlichkeit ist eine Deiner Stärken. Die Bereiche Umwelt und Verkehr sind Arbeitsschwerpunkte, obwohl Du Dich der ganzen Bandbreite der politischen Themen widmest. Freunde von dir schmunzelten früher gern und sagten: Der Hotte hat wieder den Kampfanzug an, der geht ins Rathaus. Damit waren wohl Deine hohe Einsatzbereitschaft und Dein Beharrungsvermögen gemeint. Das hast Du auch heute noch, auch wenn die langjährige Arbeit hier Dich sicher etwas milder gestimmt hat

Zum Abschluß möchte ich Ihnen allen danken: Im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Alsdorf wie auch der Alsdorferinnen und Alsdorfer möchte ich Ihnen für Ihren langjährigen Einsatz danken. Ihr dauerhaftes lokalpolitisches Engagement ist beispielhaft.

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