Junge Menschen stark gemacht und Städten Geld gespart

Der Umzug von Ofden nach Kellersberg ist geschafft. Nun können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins für allgemeine und berufliche Weiterbildung, kurz: VabW, wieder voll und ganz auf ihre Kernkompetenz konzentrieren. „Die vom VabW in den letzten 30 Jahren erbrachten Leistungen sind ein Bestandteil der kommunalen Wertschöpfungsketten im Rahmen von Pflichtleistungen zur Daseinsvorsorge sowohl der Städteregion als auch der regionsangehörigen Städte und Gemeinden“, bekräftigte VabW-Vorsitzender Hans Vorpeil in der jüngsten Mitgliederversammlung. Sein Bericht über die Arbeit des VabW machte zugleich deutlich, warum Alsdorf stolz darauf sein kann, Standortkommune des VabW zu sein.

Hans Vorpeil ist seit 30 Jahren Vorsitzender des VabW.

Hans Vorpeil ist seit 30 Jahren Vorsitzender des VabW.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat der VabW – unterstützt durch die Mitgliedsbeiträge der StädteRegion Aachen und der Mitgliedsstädte – rund 34.000 Jugendliche und junge Erwachsene stark gemacht für neue Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Erstmals in 2014 stieg die Teilnehmerzahl in der Berufsbildungsstätte auf über 2.000 Personen. Diese wurden von mehr als 60 Mitarbeitern qualifiziert und betreut. Außerdem trägt der VabW als Gewährleistungsträger für das Euregio-Kolleg entscheidend mit dazu bei, junge Erwachsene über den zweiten Bildungsweg zur Hochschulreife zu führen.

Mit dieser enormen Kraftanstrengung leistet der VabW einen beachtlichen sozial-, arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Beitrag. Er kümmert sich erfolgreich um junge Menschen, die es aus unterschiedlichen Gründen schwer haben, eine berufliche Qualifizierung zu erlangen. Er leistet einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel. Und zugleich entlastet er die kommunalen Kassen in beträchtlicher Höhe, indem er den Kommunen Sozialkosten erspart. Und aus einem weiteren Grund ist der Weiterbildungsträger VabW auch eine „Wirtschaftsmacht“ in der Region geworden:

Geschäftsführer Klaus Spille geht in den Ruhestand.

Geschäftsführer Klaus Spille geht in den Ruhestand.

Allein im vergangenen Jahr 2014 hat der VabW für seine Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen Drittmittel in Höhe von 3,47 Millionen Euro in die Region geholt. Akquiriert wurden diese Mittel über Auftragsmaßnahmen des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit sowie über Zuschüsse von Bund, Land NRW und der EU. „Diese Gelder sind unmittelbar in die Angebotsqualität und in bessere Chancen für die Menschen investiert worden, die an unseren Projekten teilnehmen“, versichert VabW-Geschäftsführer Klaus Spille, der nach fünfjähriger Amtszeit auf eigenen Wunsch zum 30. April 2015 aus seiner Funktion ausscheiden wird. Von 2011 bis 2014 habe der Verein den Umsatz und das operative Geschäft um 20 Prozent gesteigert. Und das, obwohl in diesem Zeitraum die Eingliederungsleistungen sowie Fördermaßnahmen des Bundes zur sozialen Beschäftigung um etwa 40 Prozent gekürzt worden seien.

Der VabW ist ein kommunalgesteuerter Verein. In der Mitgliederversammlung bestimmen die Vertreter der Kommunen und der Städteregion Aachen mit über die Ziele und Ansprüche des Vereins. Darauf legt Hans Vorpeil genauso großen Wert wie auf die Feststellung, dass der kommunalgesteuerte VabW für die kommunale Familie ein Glied in der Wertschöpfungskette ist. Dabei unterstreicht der Vorsitzende nachdrücklich die vier Ziele, die der VabW durch seine Arbeit erreicht:

• Inhaltlich bringt sich der VabW durch vielfältige abschlussfähige Maßnahmen als praktischer Gestalter in das Leitmotiv Bildungsregion Aachen ein.
• Des Weiteren trägt er durch die öffentlich geförderten Qualifizierungsmaßnahmen in erheblichem Maße dazu bei, die sozialen Haushalte der Kommunen sowie der StädteRegion Aachen zu entlasten (Akquise von Drittmitteln).
• Schließlich tragen diese Entlastungen dazu bei, die Konsolidierungsanstrengungen der Kommunen im Sozialbereich zu unterstützen.
• Nicht zuletzt ist der VabW in die allgemein gesellschaftspolitischen Anstrengungen zur Verbesserung der Lebensqualität der staatlich übergeordneten Ziele einzuordnen.

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