Bus und Bahn sollen optimal aufeinander abgestimmt werden

PlumVeränderte gesetzliche Rahmenbedingungen, auslaufende Verträge und neue verkehrliche Anforderungen sind Anlass für eine Fortschreibung der Nahverkehrspläne im Gebiet des Aachener Verkehrs-Verbundes (AVV). Davon ist auch Alsdorf betroffen. Deshalb ließ sich der Ausschuß für Stadtentwicklung im Rat der Stadt Alsdorf in seiner jüngsten Sitzung über den aktuellen Stand der Nahverkehrsplanung 2016 – 2020 informieren. Der AVV koordiniert die Gesamtplanungen in der Städteregion. SPD-Ratsherr Heinrich Plum (Foto) ist Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und berichtet aus der Sitzung:

Die Nahverkehrsplanung in Alsdorf ist eingebettet in das Gesamtkonzept, dass die gesamte Städteregion und damit den Bereich des AVV umfasst. Neben der räumlichen gibt es auch die zeitliche Begrenzung, denn der zu beschließende Nahverkehrsplan gilt von 2016 bis 2020. Mit dem Nahverkehrsplan soll ein flächendeckender und funktionstüchtiger Öffentlicher Personennahverkehr gewährleistet werden. Dabei müssen zwei so unterschiedliche Systeme wie der schienengebundene Nahverkehr und der Bus aufeinander abgestimmt werden. Für Älsdorf hat das eine ganz besondere Bedeutung, denn seit mittlerweile über zehn Jahren steht die Verknüpfung der beiden Verkehrssysteme Bus und Bahn auf der Tagesordnung.

Im Dezember 2015 soll endlich die Verbindung der Euregiobahn von Stolberg über Alsdorf nach Herzogenrath hergestellt werden. Das teilte der frühere Geschäftsführer des AVV, Herr Sistenich dem Ausschuss mit. Diese schon vor Jahren geplante sogenannte „Durchbindung“ war wegen unterschiedlichster Probleme immer wieder verschoben worden. Mit dieser Durchbindung ist dann auch endlich ein Verkehr der Euregiobahn im Zweirichtungsverkehr möglich. Der bisherige Stundentakt der Euregiobahn wird dann auf einen Halbstundentakt erhöht. Die wesentliche Aufgabe bestand nun darin, das vorhandene Bussystem mit dieser dann voll funktionsfähigen Euregiobahn kompatibel zu gestalten.

Vorhandene Doppel- oder Dreifachbedienungen sollten ausgeschlossen werden. Wenn zum Beispiel die Euregiobahn, von der Poststraße aus in Richtung Anna Park fährt, wird diese Verbindung auch von der Buslinie 28 und einer AL Linie bedient. Diese Dreifachbedienungen wird es künftig nicht mehr geben, auch deshalb, weil das Nahverkehrssystem bezahlbar bleiben soll. Nach dem nächsten Fahrplanwechsel wird diese Verbindung nur noch durch die Euregiobahn und die Buslinie 28 gewährleistet. Mit dieser Anpassung können über 80000 Wagenkilometer eingespart werden. Vor dem Hintergrund, dass die im Linienbetrieb des ÖPNV fahrenden Busse pro Jahr rund 1,1 Millionen Wagenkilometer fahren, ist das schon eine erhebliche Einsparung. Von diesen Planungen ausgenommen ist allerdings der Schülerspezialverkehr, der zielgerichtet Kinder und Jugendliche zu den Schulen bringt.

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