Matschö Ferner 60 Jahre dabei – SPD ehrte treue Mitglieder

Bei der Jubilarehrung der SPD Schaufenberg-Bettendorf-Ost gab es viel zu erzählen.

Bei der besonderen Jubilarehrung der SPD Schaufenberg-Bettendorf-Ost gab es viel zu erzählen.

Groß war die Anzahl der SPD Mitglieder und Jubilare zur Mitgliederversammlung, zu der der SPD-Ortsverein Schaufenberg-Ost-Bettendorf in die Gasstätte Lippek eingeladen hatte. Es war eine ganz besondere Zusammenkunft. Denn unter den Mitgliedsjubilaren waren drei Sozialdemokraten, die der Partei schon seit 60 bzw. 50 Jahren die Treue halten.  Vorsitzender Hans-Rainer Steinbusch begrüßte unter den Gästen den Ehrenvorsitzenden des Ortsvereins, Bernd Ruland, den stellvertretenden Bürgermeister Heinrich Plum, den Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes, Hans-Peter Thelen, den SPD-Unterbezirksvorsitzenden Martin Peters und den ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär Achim Großmann. Neben den Rechenschaftsberichten des Vorstandes standen die Parteijubilare im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung.


Stadtverbandsvorsitzender Hans-Peter Thelen verknüpfte die Eintrittsdaten der Jubilare mit der Geschichte der Stadt und der SPD in Alsdorf. So erinnerte er daran, dass 1955, als Matthias Ferner in die SPD eintrat, mit dem Bau der Siedlung Ost begonnen wurde. Und vor 50 Jahren, damals erhielten Heinz Siegert und Martin Stevens ihre Mitgliedsbücher, begann auf der Zeche Anna das weitere Abteufen des Franzschachtes auf die 860 Meter-Sohle. Mit dem Ende des Steinkohlebergbaus im Dezember 1992 habe dann auch eine schwierige Zeit für die SPD Alsdorf begonnen. Die Partei sei Anfang der 90er Jahre mehr mit sich selbst als mit dem Strukturwandel beschäftigt gewesen. Das sei der Grund für die „krachende Niederlage“ bei der Kommunalwahl 1994 gewesen.

Die SPD habe daraus ihre Lehren gezogen und 2009 mit einem schlüssigen Konzept für Alsdorf und einem überzeugenden Bürgermeisterkandidaten wieder politische Verantwortung für unsere Stadt übernehmen können, hob der Parteivorsitzende hervor. Bei der Wahl 2014 seien die Alsdorfer Sozialdemokraten mit ihrer Bilanz des Aufschwungs für Alsdorf mit einem noch größeren Vertrauensvorschuss ausgestattet worden. „Eine große innere Geschlossenheit, der feste Wille, Alsdorf weiter voran zu bringen und Jubilare, die über viele Jahre treu und solidarisch zur SPD stehen, damit können wir noch sehr viel für unsere Stadt erreichen“, bedankte sich Hans-Peter Thelen bei den Jubilaren und „den fleißig arbeitenden Ortsvereinen der SPD“ gleichermaßen.

Achim Großmann blickte in die Zeit zurück, da es in einigen, vor allem ländlichen Regionen nicht leicht gewesen sei, sich als Sozialdemokrat zu bekennen. Misstrauen „gegen die Roten“ habe es fast überall gegeben, wo der Schatten der Fördertürme aufhörte. Ihm habe es gut getan, so Achim Großmann, als ehemaliger Vorsitzender mit Martin Stevens, der seit nunmehr 50 Jahren SPD-Mitglied ist, einen überzeugten Kämpfer für die Sozialdemokratie an seiner Seite gehabt zu haben. Stevens war  Fraktionsvor-sitzender im Aachener Kreistag und später Abgeordneter des NRW-Landtages. Auch Martin Peters zeigte am Beispiel des ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Stevens auf, wie sich die Zeiten im Kreistag bzw. im Städteregionstag in den letzten Jahrzehnten geändert haben. Und er berichetet über die aktuelle Sutuation im Städteregionstag. Peters ist, neben seiner Funktion als Parteivorsitzender im Unterbezirk, Fraktionsvorsitzender im Städteregionstag und Gewerkschaftsfunktionär.

Die Urkunden und Ehrennadeln für die Jubilare überreichte Ortsvereinsvorsitzender Hans-Rainer Steinbusch gemeinsam mit seinen Stellvertretern Konrad Krämer und Bruno Borrmann sowie mit Kassierer Heiner Berlipp. Geehrt wurden: Matthias Ferner für 60 Jahre Parteizugehörigkeit, Martin Stevens und Heinz Siegert für 50 Jahre, Franz Lesmeister und Karl-Heinz Wilhelm für 40 Jahre, Elisabeth Bäringhausen, Helene Steinbusch und Michael Bäringhausen für 25 Jahre. Rudolf Rössel 40 Jahre) sowie Peter Pastors (25 Jahre) konnten an der Versammlung nicht teilnehmen. Nach den Ehrungen blieb noch genug Zeit, um in gemütlicher Runde über gemeinsam erlebte Jahre und Anekdoten zu plaudern.

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