Tierpark ist der Renner: 200 000 Besucher in 2014

Der Tierpark Alsdorfer Weiher ist ein Renner im Freizeitangebot der Stadt Alsdorf. Im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung zog der Tierparkverein Alsdorf e. V. unter Vorsitz von Bürgermeister Alfred Sonders erfolgreiche Jahresbilanz. Im Geschäftsjahr 2014 nutzten rund 200.000 Besucher das attraktive Freizeitangebot, berichtete  Tierparkleiter Stefan Heffels.

Die Sauberkeit des Parks und seine neuen Attraktionen haben im Jahr 2014 für weiteren Zulauf gesorgt. Mit der Firma Dreco hat der Tierpark einen honorigen Sponsor gefunden, der ihm ein komplettes Erdmännchengehege schenkte. Der gesamte Bereich mit den angestammten Waschbären, dem von Bürgermeister Alfred Sonders aus seinen Spenden zum 50. Geburtstag erstellten Gehege für Weißbüscheläffchen sowie den jüngst zugezogenen Präriehunden wurde ergänzt um zwei große Veranstaltungsflächen, die zu den Tierparkfesten und vor Weihnachten für Veranstaltungen genutzt werden können.

Im Spielplatzbereich wurden die beiden Karussells generalüberholt. Der Floßteich mit einem Pumpenfiltersystem ausgestattet, so dass nun drei Wasserflächen Kinder von klein bis groß anlocken. Eine neue Schafherde ist neben den Schneeeulen eingezogen und macht lautstark die Besucher auf sich aufmerksam.

Bei allen positiven Nachrichten, gibt es aber auch zwei Wermutstropfen. Zum einen mussten auf Veranlassung des TÜV Rheinland die beliebte Lok Anna Nr. 8 und die Dampfwalze im Eingangsbereich des Tierparkes gesperrt werden. Beide Geräte werden nicht mehr für die Tierparkbesucher zugänglich sein. „Wir bedauern dies außerordentlich“, so Bürgermeister Alfred Sonders, der selbst als Schulkind schon auf diesen beiden Wahrzeichen des Tierparks kletterte. Aber es müsse den gestiegenen Sicherheitsansprüchen Rechnung getragen werden. Sonders unterstrich, dass es hier nicht um Instandhaltungsprobleme gehe, sondern vielmehr um die Tatsache, dass die Geräte aufgrund ihrer Konstruktion vielerlei Gefahrenstellen bilden und dementsprechend nicht mehr als Spielgeräte zur Verfügung stehen dürfen.

In den nächsten Monaten will man sich daher überlegen, was anstelle der beiden Geräte aufgestellt werden soll. Darüber hinaus sind die Mitglieder des Tierparkvereins überaus verärgert über die Ignoranz einzelner Besucher, die stur Haferflocken und vor allen Dingen auch (teils schimmeliges) Brot in den Alsdorfer Weiher werfen. „Die Menschen wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen“, so Sonders, „dass sie den Enten und Gänsen, die den Weiher bevölkern, schaden, die Tiere sogar töten.“ In jüngster Zeit seien die tollen schwarzen Schwäne sowie etliche Enten qualvoll verendet, weil durch ins Wasser geworfenes Brot die Botulismuskrankheit bei hohen Temperaturen der letzten Wochen eingezogen ist. Diese führt bei den Tieren zu Lähmungen, so dass diese qualvoll im Wasser ertrinken.

Das Tierparkteam um Stefan Heffels hatte – leider vergeblich – versucht, erkrankte Tiere noch zu retten. „Wir appellieren daher an alle Besucher der Freizeitanlage, auf keinen Fall Brot oder artfremdes Futter an die wildlebenden Federtiere zu verfüttern oder dieses gar ins Wasser zu werfen“, hofft Tierparkleiter Stefan Heffels auf die Vernunft der Besucher. In den nächsten Wochen will man auf die Problematik aber auch mittels Plakaten hinweisen.

Alfred Sonders sprach seinen Dank an das gesamte Vorstandsteam und die Mannschaft des Tierparkes und der Alsdorfer Freizeitobjekte GmbH aus, die den Tierpark im Auftrag der Stadt bewirtschaftet. „Wir haben eine gute Mannschaft, die sehr harmonisch zusammenarbeitet und dafür sorgt, dass wir Jahr für Jahr immer wieder etwas neues im Tierpark zu bieten haben,“ so Sonders, der sich bei dem scheidenden Kassierer Stefan Corr für die geleistete Arbeit bedankte. Corr hatte einen sehr zufriedenstellenden Kassenbericht abgegeben, der zeigte, dass der Tierparkverein auch in Zukunft vieles für den Tierpark leisten kann. Als Nachfolger wurde Sparkassenmitarbeiter Sebastian Feil gewählt, der in den vergangenen Monaten bereits kommissarisch seinen Vorgänger vertreten hatte.

In der zweiten Jahreshälfte will der Tierparkverein eine neue, moderne Satzung verabschieden und dann den Vorstand für weitere drei Jahre komplett wählen. Wer den Tierpark unterstützen möchte, der kann sich zu den über 250 Fördermitgliedern des Tierparks gesellen (12 Euro Jahresbeitrag) oder eine Patenschaft für Tiere (120 Euro pro Jahr) übernehmen. Jede Unterstützung ist willkommen und wird von Swen Jeurissen in der Stadthalle (Telefon 90 60 49) angenommen. (apa)

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