Alsdorf soll für alle Generationen attraktiv bleiben

Heinrich PlumUnsere Gesellschaft wird älter. Das ist eine Herausforderung für die Stadtplanung. „Deshalb hat die SPD Alsdorf frühzeitig altengerechtes und barrierefreies Wohnen in allen Stadtteilen zu einem ihrer politischen Ziele gemacht“, unterstreicht Heinrich Plum (Foto), Vorsitzender im Ausschuss für Stadtentwicklung. Und zwar kombiniert mit einer ortsnahen umfassenden Grundversorgung. Das sei die Voraussetzung dafür, dass ältere Menschen so lange wie möglich in ihren vertrauten Quartieren wohnen können. Ergänzend müssten umfangreiche und von der jeweiligen Situation abhängige Betreuungs- und Pflegeangebote hinzukommen.

Vor kurzem erst hat der Ausschuss für Stadtentwicklung den „Rahmenplan Generationenwohnen in Alsdorf“ diskutiert. Dabei habe sich gezeigt, so Heinrich Plum, dass Alsdorf die Herausforderungen des demografischen Wandels aufgegriffen und die darin liegenden Chancen erkannt hat. Das neue Seniorenzentrum neben der Stadthalle, altengerechtes Wohnen auf dem ehemaligen Rhenania-Sportplatz in Schaufenberg-Ost oder aktuelle Baumaßnahmen auf dem früheren Schulgelände in Busch sind Beispiele. Der Rahmenplan zeigt weitere Entwicklungschancen für altengerechtes Wohnen auf:

– Mit dem Projekt Quellenstraße in Warden werden 18 Wohneinheiten geschaffen.
– Das Haus Christina in Schaufenberg bietet 31 Pflegeplätze. Sie sollen künftig durch 14 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern ergänzt werden.
– 40 neue Wohneinheiten sollen in sechs Häusern durch die Erschließung von neuen Baugebieten in Mariadorf und Blumenrath entstehen.
– In der Broicher Siedlung sollen neue Mehrfamilienhäuser mit 14 Wohneinheiten ausgestattet werden.
– 102 neue Wohneinheiten sind in Alsdorf-Mitte und Neuweiler möglich, z.B. am Willy-Brandt-Ring, am KuBiZ, zwischen Rathaus und Schaufenberger Straße, im Baugebiet Schützenstraße oder an der Bergehalde Anna I.
– Entwicklungspotenzial für altengerechtes Wohnen können auch genutzt werden auf dem Gelände der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule, auf einer derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Posener Straße sowie auf dem Gelände des Sportplatzes Kellersberg, wenn der SC auf das neue Gelände neben dem Anna-Gelände umgezogen ist.
– Mangel an altengerechtem Wohnen für Ofden, Duffesheide, Schleibach kann behoben werden nach Umzug von Gymnasium und Realschule in den Anna-Park.
– In Busch und Zopp gibt es weiteren Raum für Mehrfamilienhäuser mit 25 Wohneinheiten, zusätzlich zu den schon vorhandenen 79 Pflegeplätzen in Busch.
– Zwischen Busch und Anna-Park eröffnet sich die Chance auf einen seniorengerechten Wohnpark mit knapp 60 Bungalows.

Alsdorf erledigt also hier seine Hausaufgaben. Das ist auch nötig, wenn es lebens- und liebenswert für alle Generationen bleiben will. Denn bis zum Jahr 2040 wird die Zahl der 65jährigen um voraussichtlich 31 Prozent steigen, bei den über 80jährigen gehen die Schätzungen von sogar fast 86 Prozent aus.

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