Mehr als 1,2 Milliarden Euro Umsatz auf dem Immobilienmarkt

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Städteregion Aachen hat jetzt den Grundstücksmarktbericht für das abgelaufene Jahr vorgestellt. 2015 wurde der Kauf von insgesamt 5.914 Immobilieneinheiten (Ein-und Zweifamilienhäuser, Wohnungen und Teileigentum) mit einem Umsatz von 1,23 Milliarden Euro (2014: 5.956 Objekte, 1,26 Milliarden Euro) gemeldet. Der Immobilienmarkt verbleibt damit nach den absoluten Rekordzahlen des Vorjahres fast unverändert auf höchstem Niveau.

Unter Vorsitz von Irene Littek-Braun hat der Gutachterausschuss jetzt die neuen Grundstückswerte veröffentlicht. Er wertet als unabhängiges Gremium sämtliche Kaufverträge über in der StädteRegion Aachen verkaufte Immobilien aus. Damit trägt er im Sinne des Verbraucherschutzes wesentlich zur Transparenz auf dem Grundstücksmarkt bei. Die Ursachen für die nach wie vor extrem hohen Zahlen sind, so Paul Harzon, der Geschäftsführer des Gutachterausschusses, die Anlage in „Betongold“ und die historisch niedrigen Zinsen.

In der Stadt Aachen ging der Gesamtumsatz leicht um 2,3 Prozent zurück, die Anzahl der Kaufverträge sank um rund 5 Prozent. In den übrigen Kommunen der StädteRegion fiel der Umsatz um 3 Prozent, die Anzahl der Kaufverträge stieg hier allerdings um 3,2 Prozent. Dabei verzeichneten die einzelnen Städte und Gemeinden unterschiedliche Entwicklungen.

Der Gesamtumsatz bei bebauten Grundstücken betrug im vergangenen Jahr 844,4 Millionen Euro (bei insgesamt 2.504 ausgewerteten Fällen). Das entspricht einem Umsatzanstieg von einem Prozent gegenüber dem Jahr 2014 (836,4 Millionen Euro).

Bei Eigentumswohnungen lag der Umsatz im abgelaufenen Jahr 2015 bei 277,7 Millionen Euro (bei insgesamt 2.118 ausgewerteten Fällen). Gegenüber dem Jahr 2014 nahmen diese Zahlen deutlich ab (Umsatz: 295,8 Millionen Euro, Anzahl: 2.254). Dies entspricht einem Umsatzrückgang von mehr als 6 Prozent.

Die Durchschnittswerte pro Quadratmeter Wohnfläche bei unvermieteten Eigentumswohnungen (Wohnungsgröße 61 bis 100 Quadratmeter) in der Stadt Aachen stiegen von 2010 bis 2015 um rund 30 Prozent an. Der durchschnittliche Wert einer Eigentumswohnung (Baujahr 1990 bis 1999) liegt in der mittleren Wohnlage inzwischen bei rund 2.000 Euro pro Quadratmeter. Für Neubauobjekte von Eigentumswohnungsanlagen werden je nach Wohnlage zwischen 2.500 Euro und 4.500 Euro je Quadratmeter Wohnfläche in der Spitze gezahlt.

Die Anzahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien blieb 2015 mit 121 (2014: 117) auf fast konstantem Niveau. Die meisten Immobilien kamen in Aachen 29 (Vorjahr 29), Alsdorf 29 (17), Eschweiler 17 (11), Stolberg 11 (32), und Würselen 6 (12) unter den Hammer. Mit insgesamt 8 Objekten gab es in Monschau, Roetgen und Simmerath die wenigsten Zwangsversteigerungen.
Die Daten können auch im Internet unter www.gutachterausschuss.staedteregion-aachen.de eingesehen werden. Informationen über Grundstückswerte und den Immobilienmarkt in der StädteRegion Aachen und für ganz Nordrhein-Westfalen gibt es unter www.boris.nrw.de. Dort können auch die aktuellen Grundstücksmarktberichte 2016 als auch die Berichte vergangener Jahre kostenfrei heruntergeladen werden.

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