Ausstellung der Herzogenrather Künstlerin Andrea Zang

Fabeln, Allegorien, Satire, Nachdenkliches:  Andrea Zangs Bilder ziehen die Betrachter in ihren Bann. Das können Kunstfreunde jetzt auch in Alsdorf erfahren. Ab 20. Mai  zeigt der Kunstverein Alsdorf in Kooperation mit der Stadt Alsdorf in der Galerie der Stadtbücherei Arbeiten der Künstlerin Andrea Zang. Die Ausstellung mit dem Titel „Spuren von Menschlichkeit“ wird am Freitag, 20. Mai, um 19 Uhr durch Ralf Kahlen, Erster Beigeordneter der Stadt Alsdorf, und Franz-Josef Kochs, Vorsitzender des Kunstvereins, eröffnet. Die Einführung in die Ausstellung gibt Andrea Presl, Kunstverein Alsdorf.

Sie hat eine lange Ausstellungsliste im In- und Ausland vorzuweisen. Ihre großformatigen Bilder zeigen auf den ersten Blick altmeisterlich gemalte Tierporträts. Vor dunklem Hintergrund stehen die dargestellten Wesen in Positur, Tiere in Kleidern, z.B. Pelzmänteln oder barocken Kostümen.

Es könnten auch Menschen mit Tierköpfen und Pfoten sein: Mischwesen also – oft mit leuchtend hellen Augen den Betrachter aus ihrer dunklen Bildwelt anblickend. Ihre Bilder erinnern an klassische Porträts aus Renaissance oder Barock, es sind realistisch ge­malte Fabeln, phantastische Allegorien. Die mit Acryl auf Leinwand in altmeisterlicher Manier gemalten Bilder mögen auch an eine Ahnengalerie erinnern. Andrea Zang erschafft eine doppelbödige Welt voller Mischwesen; es sind Parabeln über die Menschen und ihre Beziehungen zueinander: Satirisch, unterhaltsam, belustigend und zugleich zum Nachdenken anregend.

Andrea Zangs Bilder sind eine Augenschmaus; es gibt viel zu entdecken. Doch Achtung, der scheinbar leichte Zugang durch das erkennbar Dargestellte kann trügerisch sein und will entschlüsselt werden.

„Ich male keine Tiere, ich arbeite mit Symbolen«, sagt die Künstlerin.

Scheinbar Vertrautes wird bei längerem Hinsehen surreal und märchenhaft. „Wie in den griechischen Fabeln verkörpern die Tiere jeweils eine Gruppe von Menschen. Der mächtige Löwe, der stolze Adler, das dumme Kamel, das unschuldige Lamm“, beschreibt  Kunsthistoriker Josef Gülpers.

Andrea Zange wurde 1960 in Bergisch-Gladbach geboren, sie lebt und arbeitet in Herzogenrath. Außerdem ist sie Gründungsmitglied der deutsch-belgischen Künstlervereinigung  Atelier Dialog.

Die Ausstellung ist vom 20. Mai bis 10. Juni in der Galerie der Stadtbücherei Alsdorf am Denkmalplatz zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. (apa)

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