Alte Remise wird ein schmuckes Bürgerhaus

Die alte Remise im Burgpark wird zum Bürgerhaus umgebaut. Der Architektplan zeigt die beiden Räume, die künftig für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden können. In den linken Raum zieht die beliebte Begegenungsstätte der Arbeiterwohlfahrt vom jetzigen Südflügel der Burg um.

Haben die Verpackungskünstler Christo und Jeanne-Claude jetzt die Alsdorfer Burg entdeckt? „Nein, es waren nicht Christo und Jeanne-Claude“, klärte GSG-Archtikten Kerstin Hohmann auf. Die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft zeichnet für die Baumaßnahmen an der Burg verantwortlich. Das Mauerwerk der Remise werde bald gesandtstrahlt, teilweise wieder hergestellt und neu verfugt, berichtete Kerstin Hohmann. Deshalb die schützende Verpackung. Und schmunzelnd fügte sie hinzu: „Demnächst wird außerdem die Dachdeckung entfernt und eine Folie als Regenschutz installiert – dann ist das Kunstwerk perfekt.“

Der Umbau macht gute Fortschritte. Aus der Remise wird ein schmuckes Bürgerhaus,

Hinter der "Verpackung" wird das alte Gemäuer der Remise im Burgpark wieder jung gemacht.

bewirtschaftet von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Burg, die mit ihrer Begegnungsstätte vom Burggebäude dorthin umzieht. Schon bisher war die AWO immer ein verlässlicher Partner der Stadt, wenn es darum ging, Veranstaltungen in der Burg zu begleiten. Höchstes Lob gab es kürzlich vom Berliner Theater ANU, das kürzlich im Burggarten mit Moraland verzauberte. Die AWO hatte die Künstler betreut, und die wollen künftig nur noch von ihr betreut werden, wenn sie wieder mal ein Projekt in Alsdorf verwirklichen.

Wenn mit der neuen Remise bald der wachsende Bedarf nach Räumlichkeiten für private und öffentliche Veranstaltungen befriedigt werden kann, wird ein solch verlässlicher Partner wie die AWO Burg gebraucht. Jeder, der hier etwas veranstalten möchte, kann sich dann vertrauensvoll an Franz-Jupp Gehrke und sein engagiertes Team wenden. Sie freuen sich darauf, weiter hilfreich sein zu können.

Die jetzige Begegnungsstätte der AWO im Südflügel der Burg wird das neue, vergrößerte

Der große Raum im Untergeschoss des Südflügels der Burg ist für Prinzengarde und Schützen reserviert.

Trauzimmer. Das Erdgeschoss wird großzügig für das Standesamt hergerichtet. Trotzdem bleibt dieser Bereich auch in Zukunft für öffentliche Veranstaltungen nutzbar, so zum Beispiel das schöne Kaminzimmer. Das gilt übrigens generell. So wird der große Kultursaal zwar Büroraum für die neue GSG, die sich um die Stadtentwicklung kümmert. Aber auch dieser Raum kann immer noch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden.

Geschichtsverein und Festkomitee erhalten in der Burg neue Archivräume. Für Prinzengarde und Schützen bleibt der große Kellerraum im Südflügel reserviert.

Auch im Burggarten wird vieles anders sein. Für künftige Veranstaltungen wird es dort Versorgungsanschlüsse geben, so dass zum Beispiel nicht mehr dicke Stromkabel quer über die Fußwege verlegt werden müssen.

Wenn keine großen Überraschungen kommen, damit ist bei altem Gemäuer immer zu
rechnen, wie Architektin Hohmann weiß, dann könnte bis zum Weihnachtsmarkt das
Meiste geschafft sein und umgezogen werden. Und falls unsere Burg doch noch mit
ein paar Unwägbarkeiten überrascht, dann verzeihen wir ihr das. Sie ist schließlich unser geliebtes Schmuckstück in Mitte.

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