Bauboom in Alsdorf geht weiter

Alsdorf wächst – und bietet attraktiven Wohnraum für alle Generationen. Vom Einfamilienhaus für die junge Familie bis zur barrierefreien, seniorengerechten Wohnung im Mehrgenerationenhaus. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat die Stadt Alsdorf jetzt bei einer „Zwischenbilanz“ vorgestellt. Und die kann sich sehen lassen: Seit 2010 wurden 14 Wohngebietsbebauungspläne zur Rechtskraft gebracht, 509 neue Wohneinheiten sind in diesen Gebieten entstanden. Und so geht es weiter: 580 Wohneinheiten sollen in neun weiteren Bebauungsplangebieten entstehen. Auch langfristig stehen alle Zeichen auf Wachstum in Sachen „Schaffung von attraktivem Wohnraum für alle Generationen“, wie Bürgermeister Alfred Sonders betont. „Wir sind dem Wohnungsmangel vergangener Jahre sehr erfolgreich mit einem Konzept für alle Stadtteile begegnet!“

Die anstehende Überarbeitung des Regionalplanes und die darauf fußende Änderung des Flächennutzungsplans werden weitere „Wohnflächenreserven“ für die Stadtentwicklung enthalten. Dabei achten die Stadtplaner darauf, dass mit Reihenhäusern, Doppelhaushälften, freistehenden Häusern und barrierefreiem Mehrfamilienhausbau Angebote für die verschiedensten Bedarfe und finanziellen Möglichkeiten entstehen. Die städtische GSG und Privatinvestoren schaffen in angemessenem Umfang auch geförderte Wohnungen mit attraktiven Mietpreisen.

 Eine ausgewogene Stadtentwicklung für alle Generationen im Blick: Die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg, Bürgermeister Alfred Sonders, die Leiterin des Amtes für Planung und Umwelt, Renate Schaal, sowie der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Stephan Müller.


Eine ausgewogene Stadtentwicklung für alle Generationen im Blick: Die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg, Bürgermeister Alfred Sonders, die Leiterin des Amtes für Planung und Umwelt, Renate Schaal, sowie der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Stephan Müller.

Altengerechtes, barrierefreies Wohnen hat sich die Stadt im Rahmenplan „Mehrgenerationenwohnen“ auf die Fahnen geschrieben. Dieser Schwerpunkt konnte in Planungen und Bauberatungen der Stadt Alsdorf für private Bauherren und Investoren umgesetzt werden. 18 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 177 Wohneinheiten wurden erstellt, bis 2020 sollen weitere 551 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern entstehen. Darin enthalten sind 151 Wohneinheiten auf dem Realschulgelände in Ofden und 85 an der Eisenbahnstraße in Busch, hier teilweise als Bungalows. Das sorgt auch für einen Generationenwandel im Immobilienbestand. „Früher haben die Menschen bis zum Schluss an ihrem Haus gehangen, das ist heute nicht mehr so“, sagt Alfred Sonders. Heute entscheidet sich mancher frühzeitig für eine Wohnung in einer barrierefreien Wohnanlage. „Die frei werdenden Häuser stehen dann wiederum jungen Familien zur Verfügung.“ Auch so entsteht ein Generationenmix, von dem die Stadt nur profitieren könne. „Der Plan, durch die Schaffung barrierefreien Wohnraums in allen Ortsteilen und den Umzug älterer Mitbürger Einfamilienhäuser für junge Familien freizumachen, ist voll aufgegangen.“ Ablesbar sei dies nicht zuletzt an steigenden Anmeldezahlen in Kindergärten und Grundschulen. Allein in der Gruppe der über Dreijährigen gibt es rund 100 Kinder mehr als prognostiziert. Dem Bedarf an Betreuung trägt die Stadt Rechnung: Die derzeit 19 Alsdorfer Kitas werden um eine sechsgruppige Einrichtung ergänzt, andere Standorte werden um weitere Gruppen ergänzt. Bis 2020 soll die Sanierung, bzw. Generalüberholung aller Alsdorfer Schulen weitgehend abgeschlossen sein. Sieben von acht Grundschulen sind im Offenen Ganztagsbetrieb – und die Anmeldezahlen steigen kontinuierlich, weshalb die Stadt dieses Angebot in den kommenden Jahren – auch im Rahmen des NRW-Programms „Gute Schulen 2020“ – noch erweitern wird. „Alsdorf hat die Investorenbereitschaft genutzt und an vielen Stellen Wohnungsbau möglich gemacht, der junge Familien anzieht“, sagt Alfred Sonders. „Unser Titel Familienstadt füllt sich zusehends mit Leben!“ Nicht nur das: Durch das Wachstum ist Alsdorf wieder die größte Kommune im Nordkreis.IMG_5896
Im Bereich der stationären Pflege hat sich ebenfalls viel getan: Seit 2009 sind 206 weitere Pflegeplätze in der Stadt entstanden, damit sind es insgesamt aktuell 465 Pflegeplätze. Dass Alsdorf damit die Versorgung für das gesamte Stadtgebiet sicherstellen kann, hat die Städteregion Aachen bei der Vorstellung ihrer Pflegebedarfsplanung jüngst im Hauptausschuss des Rates der Stadt Alsdorf bestätigt. Auch für Behinderte wurden zwei Wohnhäuser mit je 24 zusätzlichen Plätzen geschaffen. Betreute Wohnanlagen sind in zwei Objekten mit insgesamt 51 Wohneinheiten entstanden, weitere 36 Wohneinheiten sind geplant.
Bei jedem neuen Projekt steht der umweltschonende Ausbau der Wohnflächen stets ganz oben auf der Agenda, wie die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg unterstreicht. „Bevorzugt bei der Erschließung werden Flächen, die bereits in Nutzung waren, etwa bei Sportplätzen und an alten Schulstandorten.“ Oder – wie in besonders großem Maßstab geschehen –  auf dem Annagelände, wo auf der alten Zechenfläche modernes Wohnen entstanden ist. Bestehende Ortslagen abrunden und Baulücken füllen – das ist die Prämisse. Sonders: „Wir können nicht wie andere Kommunen hingehen und  hektarweise aus Ackerflächen Bauland machen. Die Natur muss ihren festen Platz in der Stadt haben.“ Umso nötiger ist das, weil die Fläche der Stadt mit rund 32 Quadratkilometern relativ klein ist. Sonders: „Da haben wir im Grunde eine Einwohnerdichte wie die Stadt Köln!“ Umso wichtiger sei es, bei jedem Bauprojekt den wirklich geeigneten Standort zu finden.  Sollten dennoch Grünstrukturen weichen müssen, hat die Stadt mit ihrem Grünflächenkonzept sehr gute Erfahrungen gemacht. Durch geschickte Zusammenlegung ökologischer Ausgleichsflächen ist ein großes Grünkreuz entstanden – mit einem durchgängigen Waldgebiet von der A 44 bis Herzogenrath. Dieses Gebiet wird von einem weiteren Grünzug gequert, der von der Halde Jaspersberg, der Halde Maria und die Aufforstung im Stadtteil Ost bis hin zum Broichbachtal reicht. Dies ist wiederum Bestandteil des Tourismuskonzeptes mit dem Haldenlandschaftspark Alsdorf, das vom Rat der Stadt einmütig verabschiedet wurde und nun sukzessive weiter umgesetzt wird. (apa)
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