Quelle AZ am 1.4.2021, Bild Dagmar Meyer-Roeger

ALSDORF. Alsdorf sorgt jetzt mit der Montage von sogenannten Trixi-Spiegeln an sechs Punkten seines Straßennetzes für mehr Sicherheit, insbesondere für Fahrradfahrer.
14 „Trixi-Spiegel“ sind in Alsdorf montiert worden – einen davon befestigten Tobias Bode und Philipp Eisenbach vom Bauhof am Ampelmast im Kreuzungsbereich Hoengener Straße/Max-Planck-Straße. Diese gewölbten Spiegel sollen mehr Sicherheit – auch und insbesondere für Zweiradfahrer – bieten.

Die circa 45 Zentimeter breiten Trixi-Spiegel, die ein Sichtfeld von rund 100 Grad ermöglichen, können neben Ampeln oder Verkehrszeichen an einer Kreuzung montiert werden. So können dort stehende Lkw-, Bus- oder Autofahrer nicht nur sich selbst im Spiegel sehen, sondern auch vor und rechts neben ihnen stehende Radfahrer, Rollstuhlfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer. Auf diese Weise werde der tote Winkel einsehbar, der eine häufige Ursache für Unfälle bei Abbiege-Vorgängen ist, sagte der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen, der gemeinsam mit Guido Bauer vom Ordnungsamt, Hans-Rainer Steinbusch, Ausschussvorsitzender Eigenbetrieb, und Heinrich Plum, Ausschussvorsitzender Stadtentwicklung, das Thema „Trixi-Spiegel“ während eines Ortstermins vorstellte.
Bei Unfällen mit Fahrradfahrern liege Alsdorf laut jüngst veröffentlichter Statistik im unteren Bereich, berichtete Kahlen. „Die Spiegel bringen wir an, weil wir noch sicherer werden wollen“, unterstrich der Erste Beigeordnete der Stadt. Die wichtigsten Kreuzungen seien mit den Spiegeln abgedeckt. Wären an jeder Kreuzung „Trixi-Spiegel“ angebracht, würde der Aha-Effekt verloren gehen, führte Kahlen weiter aus. So hoffe man auf den besonderen Effekt, nach rechts unten zu schauen, bevor der Fahrzeugführer losfährt.
Einem Antrag der SPD folgend, habe die Verwaltung gemeinsam mit dem Radwege-Beauftragten Norbert Seimetz geprüft, an welchen Kreuzungs- und Mündungsbereichen Spiegel besonders hilfreich sind, so Ralf Kahlen. Es habe sich herauskristallisiert, dass dies vor allem Ampelanlagen seien, an denen stehende Fahrzeuge losfahren und dabei neben ihnen stehende Verkehrsteilnehmer übersehen werden könnten.
Das heißt, dass Spiegel vorrangig an Kreuzungen und Einmündungen installiert wurden, wo Radfahrer unmittelbar neben dem Fahrzeugverkehr fahren, quasi dort, wo der Radverkehr auf der Fahrbahn oder über eine eng am Einmündungsbereich liegende Radfahrerfurt geführt wird.
Für alle Äste der Kreuzung
Unter Beachtung zahlreicher Kriterien sei dann die Anbringung von „Trixi-Spiegeln“ im Stadtgebiet im Ausschuss für Stadtentwicklung beschlossen worden.
Neben dem bereits oben erwähnten Punkt sind dies die Ecke Übacher Weg (L164)/Robert-Koch-Straße mit einem Spiegel im südlichen Ast der Robert-Koch-Straße, der Kreuzungsbereich Kurt-Koblitz-Ring (B47)/Broicher Straße mit zwei Spiegeln für die beiden Äste der Broicher Straße, der Kreuzungsbereich Luisenstraße/Hauptstraße mit vier Spiegeln für alle Äste der Kreuzung, der Kreuzungsbereich Luisenstraße (L47)/Max-Planck-Straße/Carl-Zeiss-Straße mit zwei Spiegeln für die Nebenrichtungen und der Kreuzungsbereich Eschweiler Straße (K10)/Blumenrather Straße/Marienstarße mit vier Spiegeln für alle Äste der Kreuzung.
(dag)

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